Kaninger Viergesang

Kaninger Viergesang – "Harmonische Stimmen von vier Kaninger Geschwister für alle feierlichen Anlässe!" Vier Geschwister aus Kaning singen mit Leidenschaft Kärntnerlieder und alles was gefällt. Andrea, Marlis, Gerlinde und Kurt – NEUER VIERGESANG in KÄRNTEN – Wir singen für Sie bei Ihren feierlichen Anlässen – nehmen Sie einfach mit uns – dem Kaninger Viergesang – Kontakt auf !

Kategorie-Archiv: Live-Berichte „Kaninger Viergesang“

Wer rastet der rostet!

Der wunderschöne Sommer (ok – im Juli war ein bißchen Schnee auf den Bergen, der August eher tropisch) ist nun endgültig vorbei. Der Herbst steht bereits vor der Tür und die meisten bunten Blätter werden demnächst ihren letzten Weg antreten – Richtung Boden. Klingt irgendwie schaurig, aber die Natur macht sich bereit für die kalte Jahreszeit um im Frühjahr wieder in voller Pracht erblühen zu können. Altes wird abgeworfen um für Neues Platz zu machen.

So könnte man auch unsere musikalische Sommerpause beschreiben. Die Auszeit ist vorbei. Die alten Lieder werden verräumt (oder bestenfalls einmal wiederholt) um neuen Noten, Texten und Tönen den Weg zu ebnen. Nach einer Pause ist jedes Sängerherz wieder so richtig hungrig. Hungrig auf Singen, hungrig auf´s Miteinander, hungrig auf die besinnliche Adventzeit die schneller da sein wird als uns lieb ist. Mit neuen Ideen und neuem Elan werden wir die nächsten Wochen und Monate dazu verwenden, unser Repertoire wieder ein wenig zu erweitern.

Denn wie heißt das Sprichwort so schön: „Wer rastet der rostet!“ Und zum Rosten sind wir doch noch ein wenig zu jung, auch wenn sich vielleicht dort und da schon ein kleiner, verdienter „Rostfleck“ bemerkbar macht. Solange die Stimmen intakt bleiben, ist das aber leicht zu verschmerzen! Wir freuen uns schon riesig auf die bevorstehenden Monate bis zur Jahreswende. Voriges Jahr waren wir sehr oft im Einsatz, mal sehen wie es heuer wird. Wir werden euch auf alle Fälle am Laufenden halten. Versprochen!

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Schon 50 oder was?

20, 30, 40, 50, 60, 70, 80, 90, 100 – Endspurt – kein Problem, oder?

Das Alter ist ja bekanntlich kein Verdienst. Aber was wäre eine Geburtstagsfeier ohne Feiern? Eine „fade“ Gesellschaft! Nicht zum Aushalten!

Wenn wir vom Kaninger Viergesang bei uns in der Familie bzw. in der engeren Verwandschaft Geburtstage feiern (speziell die Runden), dann bleibt kein Auge trocken. Dann geht die Post ab (auch wenn kein Postler dabei ist). Da wird gesungen, getanzt, parodiert, Theater gespielt, gedichtet – bis zum Abwinken. Wir sind einfach der Meinung, dass das Leben viel zu schnell vorbei ist. Besonders die schönen Momente. Ist es nicht so?

Es gibt ein Sprichwort, das besagt, wir sollen  jeden Tag so leben als wenn es der letzte wäre. Aber die Realität sieht oft anders aus. Eingebettet in den „Treibsand“  einer mehr oder weniger „funktionierenden“ Gesellschaft ist es uns selten möglich, den Tag so zu leben, als wenn es der letzte wäre. Verpflichtungen dort und da, die wir wahrzunehmen haben (oder auch müssen), dann wieder einmal ein „Unwohlfühlen“ oder einfach keinen Bock für irgendwas. Die Tage, Wochen, Monate und Jahre ziehen ins Land und vergehen im Nu, und dabei vergessen wir all zu oft auf uns selbst. Deswegen ist es gerade an den Geburtstagen ein absolutes Muss, sich selbst wieder einmal in den Mittelpunkt zu stellen, Familie, Freunde und Verwandte (zumindest die, die man wirklich mag) um sich zu scharren und zu feiern. Das Leben von der schönsten Seite zu spüren und in vollen Zügen zu genießen – auch wenn es nur dieser eine Tag ist.

Wie oft hört man die Aussage, „I feia mein Geburtståg nix, weil es is´eh lei a Tåg wia jeda åndare!“. Wie bitte? Wie kann ein Geburtstag ein Tag wie jeder andere sein? Wo bitte bleibt hier das Selbstwertgefühl? Sich-selbst-etwas-wert-sein! Wann sonst, wenn nicht zumindest auf seinem eigenen Geburtstag? Komische Einstellung, oder? Auch wenn die „Geschmäcker“ verschieden sind und die Menschen sich in vielen Dingen nicht gleichen, müssen wir uns doch immer wieder die Frage stellen wozu wir denn eigentlich leben. Zum Arbeiten, zum Geldverdienen, eine zu Familie haben? Alles ist richtig und auch für viele von uns der Sinn des Lebens (oder sagen wir besser der Lebensinhalt) – aber, es muss auch Platz zum Feiern sein – P u n k t!

Ein Geburtstag ist keinesfalls ein Tag wie jeder andere, zumindest aus unserer Sicht! Er hat zwar auch nur 24 Stunden, aber er ist ein besonderer Tag. Er soll uns daran erinnern, dass wir vor X-Jahren in diese wunderbare Welt hineingeboren wurden, ein Tag, an dem wir mit berechtigtem Stolz auf unser Leben zurückblicken dürfen, ein Tag, der uns zeigt und bewußt machen soll, wie schön es ist, eine Familie und Freunde zu haben, ein Tag, der uns vor Augen führen soll, wie schnell das Leben vergeht. Ein Tag, der gerade deswegen gefeiert werden muss!!! Ein Tag, wo alle Alltagssorgen (die ja wahrscheinlich jeder von uns auf seine Weise hat) vor der Tür bleiben sollen und nur eines zählt: die vergangenen Lebensjahre zu verabschieden, sich dafür zu bedanken und das neue herzlich willkommen zu heißen.

Die Vergangenheit hat uns zu dem gemacht was wir sind und ist Geschichte. Abgehackt! Die Gegenwart ist heute! Die Zukunft kennen wir nicht! Deswegen genießen wir das „Heute“ und den besonderen Tag – den Geburtstag. Denn… die Uhr tickt! Wie lange sie noch tickt, dass wissen wir nicht (Gott sei Dank)!

PS: Morgen, am 21. Mai 2011 sind wir, der Kaninger Viergesang, zu einer „50er-Feier“ eingeladen worden. Wir sollen das „Jubiläumsfest“ musikalisch gestalten und für ein „wenig“ Abwechslung sorgen. So der Wunsch unseres Gastgebers. Diesem Wunsch kommen wir gerne nach. Sehr gerne sogar. Wir werden für einen unvergesslichen Geburtstag sorgen! Mit singen, parodieren, Theater usw. – als ob es unser eigener Geburtstag wäre!

So, das war´s dann wieder  – ein weiterer kurzer Livebericht vom Kaninger Viergesang und einige Gedanken zum Thema „GEBURTSTAG FEIERN – ja oder nein“!

Wenn ein Bruder, gemeinsam mit seinen drei Schwestern …

… bei strömenden Regen am Abend um 18:20 Uhr in seinem Auto sitzt und in die Ebene Reichenau zu einem Auftritt fährt, dann kann es nur der Kaninger Viergesang sein. Genau so spielte es sich am Samstag den 14. Mai 2011 ab. Auf Einladung des Singkreises Reichenau (wir haben von unseren Vorbereitungen berichtet) ging die Fahrt vom entfernten Villach (50% des Viergesanges – Marlis und Kurt -haben dort ihr Zuhause) in den schönen Nockstadl. Gemeinsam mit dem Gastgeber und dem Altsteirertrio Lemmerer sollte ein Chorabend unter dem Motto „Kärntnerisch g´sungen, steirisch g´spielt“ stattfinden. Beginn 20 Uhr.

Nach der Ankunft und sehr herzlichen Begrüßung durch den Reichenauer Chor gab es auf der Bühne eine kurze Stellprobe. Es war für uns vier Geschwister aus Kaning eine Art „Premiere“, denn noch nie zuvor hatten wir vor so großem Publikum gesungen. Ein kurzer „Soundcheck“ und dann in den Keller – zum Einsingen und „Warmlaufen“.  Das geplante Programm wurde durchgesungen und dort und da noch ein wenig an den Tönen gefeilt. Noch waren wir relativ locker, aber dies sollte sich bald ändern. Die Besucher hatten mittlerweile ihre Plätze eingenommen und waren bereit.

Aufmarsch aller Akteure dieses Chorabends. Kurze Begrüßung und der musikalische Reigen wurde eröffnet. Zuerst durch den Reichenauer Singkreis und dann wir, der Kaninger Viergesang.
L a m p e n f i e b e r (!) –  von der kleinen Zehe bis in die Haarspitzen. „Wånn die Sun´ hintan Bleiberg“, das erste Lied.

Zig mal geprobt!  Normalerweise eine klare Sache, aber…

… wird es klappen, werden die Stimmen durchhalten oder werden sie versagen, werden die Einsätze passen, werden die Töne richtig sein, wie wird das Publikum reagieren, wie beginnt die zweite Strophe, und und und …“ – 100.000 Gedanken auf dem Weg zur Bühne.

Unsere Nerven lagen fast blank, aber das Selbstvertrauen kam sehr schnell wieder zurück. Feeling pur, so viele Leute in den Sitzreihen. Der erste Ton, die gewohnte Harmonie machte sich in unseren Stimmen breit. Das zweite Lied und dann Abgang, zurück zu unseren Sitzplätzen. Das Publikum applaudierte, große Erleichterung – fürs Erste kann es so schlecht nicht gewesen sein, dachten wir.

Hinsetzen, dem Singkreis und der Musik zuhören und warten bis zum nächsten Block. „Du bist ålleweil bei mir“ und die „Liebesliada-Schnasn“, eine eigene Zusammenstellung. Das Altsteirertrio Lemmerer war voll in seinem Element, während der Mund von uns Kaninger Geschwister immer trockener wurde. Ein paar Schluck Wasser, Aaah! – schon viel besser. Nur noch ein paar Sekunden, dann…sind wir wieder an der Reihe! Und siehe da, die ganze Aufregung war umsonst – „Guat is gongan, nix is gscheg´n!“

Das Ende nahte in großen Schritten. Schade, gerade jetzt, wo wir so richtig in Singlaune gekommen waren. Nur mehr drei Lieder, das Lampenfieber war wie weggeblasen.  Die letzen Lieder „Wånn i di nit hätt´“, „Mei Diandle dås håt hålt…“ und eine lässige Version vom „BossaNova“ á la Kaninger Viergesang können wir im Schlaf – jetzt kann nichts mehr schief gehen. Das war zumindest unser Gefühl. Auf die Bühne, Ton angeben und los geht´s.

Oooooh, Fehler – alle haben wir mit der zweiten Strophe angefangen – wie geht denn sowas ???(das wissen wir leider bis heute nicht). Kurzes Schmunzeln, die Besucher gleich in die „unerwartete Situation“ eingeweiht und zurück an den Start. Das Publikum hatte mit dieser „Panne“ keinerlei Probleme, wahrscheinlich hätten sie es gar nicht bemerkt (außer es kennt jemand das Lied). Aber wir waren halt „grundehrlich“, wie wir eben erzogen wurden. Dann klappte aber alles perfekt, und Spass beim Singen hatten wir obendrein. Zum Abschluss gab es noch lang anhaltenden Applaus – die Zuhörer waren begeistert, wir haben ihre Herzen erreichen können. Ein unbeschreibliches Gefühl! Super! 

Ausgetrocknet ging es dann zur Theke und so gegen Mitternacht nach Hause – und wieder, so wie bei der Hinfahrt… in strömendem Regen.

FAZIT: Der Auftritt im Nockstadl hat uns wieder einen großen Schritt weitergebracht – wertvolle Bühnenerfahrung gesammelt, an Coolness und Selbstvertrauen dazugewonnen. Und unsere „Fangemeinde“ dürfte auch wieder etwas größer geworden sein. Unserer Meinung nach lief es bei den Proben besser, aber „LIVE“ ist eben „LIVE“. Der Ernstl (vom FotoPola-Team) hat ja alles auf Video aufgenommen. Das werden wir natürlich nach Fertigstellung sofort anschauen und „analysieren“. Wie dem auch sei, von diesem wunderbaren Erlebnis gestärkt sind wir für unseren nächsten großen Auftritt bereit:  am 25. Juni 2011 im Stadtsaal in Radenthein – ein festlicher Jubiläumsabend der Stadtgemeinde Radenthein mit ihrer Partnerstadt Weiler/Rems aus Deutschland. Wir freuen uns drauf!

PS: Der Singkreis Reichenau hat uns sehr herzlich empfangen und aufgenommen. Außerdem haben sie ein sehr vielseitiges Repertoire präsentiert. Der Chorklang war wirklich vom Feinsten. Da kann man nicht nur, da muss man gratulieren. Absolut hörenswert!

noch mehr BILDER von unserem Auftritt gibt es auf FotoPola.com (einfach hier draufklicken)

Das war´s dann wieder – ein weiterer kurzer* Livebericht aus dem „Leben des Kaninger Viegesangs“.
* ok, zugegeben, diesmal ist der kurze Livebericht etwas länger geworden!